Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Dorfkirche Niederlistingen

Die heutige Kirche wurde im Jahr 1821, in schwerer Zeit, nach den Wirren der napoleonischen Kriege, neu erbaut. Sie steht an der Stelle eines Vorgängerbaus, der noch aus vorreformatorischer Zeit stammte und wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. Die Kirche ist ein einheitlicher klassizistischer Bau aus verputztem heimischem Bruchkalkstein. Eine klare und schlichte Rechteckform schließt den Turmbau mit ein.

Das Innere der Kirche wird durch klassizistische Rundbogenfenster belichtet. Ein rechteckiges Sandsteinportal an der südlichen  Längsfront führt in den klar gegliederten Raum. Im Osten befindet sich die Kanzel mit dem Altartisch, gegenüber eine Emporenanlage, auf der die Orgel steht. Die Kirche wurde zuletzt 1994 bis 1996 außen und innen renoviert. Bischof Dr. Christian Zippert nannte die schmucke, kleine Kirche einmal liebevoll »eine niederhessisch-reformierte Predigtschachtel«.

 

Auffällig ist im hinteren Teil der Kirche ein Gedenkbild für Johannes Lipphardt. In Öl auf Leinwand zeigt es den Lehrersohn als Husaren auf galoppierendem Pferd. In der Annahme, der sei im Krieg gefallen, wurde seine Verlobte anderweitig verheiratet. Nach seiner unerwarteten Rückkehr wurde Lipphardt von gedungenen Mördern erschlagen. Das Augensymbol auf dem Bild ermahnt: Das Auge des dreieinigen Gottes sieht mehr, als sich vor irdischen Instanzen beweisen lässt. Ein Blitzeinschlag hat Spuren auf der Goldinschrift des Bildes hinterlassen.

 

aus »Komm mal rüber ...!«

Tag der Kirchen im Wolfhager Land 2012

Ev. Kirchenkreis Wolfhagen

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© Günther Dreisbach