Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Dorfkirche Niederelsungen

Die Niederelsunger Kirche wurde in der Zeit von 1262 bis 1350 aus den Steinen der zerstörten  Burg Rödersen erbaut. Mit 36 Metern ist der Kirchturm einer der höchsten im Altkreis Wolfhagen. Er wurde zuerst als Wehrturm gebaut. Der Turm diente zuerst als Zufluchtsort für die Dorfbevölkerung. Das kann man daran erkennen, dass im untersten Bereich keine größeren Öffnungen sind und nur eine sehr schmale Treppe nach oben führt. Er ist das älteste Gebäude in Niederelsungen.

 

Etwa hundert Jahre später wurde dann das Kirchenschiff errichtet. An der Nordseite des Kirchenschiffes befindet sich höchstwahrscheinlich ein früherer Eingang. Dies könnte der Eingang für das Karthäuser Mönchskloster sein, welches auf dem heutigen Gutsgelände nördlich der Kirche gestanden haben soll. Noch heute kann man die unterschiedlichen Bauzeiten erkennen. So sind im Turm romanische Rundbogenfenster und im Kirchenschiff gotische Spitzbogenfenster zu sehen.

 

Das Kirchenschiff ist mit einer Ostung gebaut. Dies hat vor allem bei frühchristlichen und mittelalterlichen Kirchen Bedeutung. Im Altarraum der Kirche fällt dem Kirchenbesucher besonders das Altarfenster auf, welches die Geschichte vom »Unkraut unter dem Samen« (Matthäus-Evangelium) darstellt. Im Altarbereich befindet sich das ehemalige Tabernakel aus der Vorreformationszeit. In den Jahren 2008 bis 2013 ist die Kirche restauriert worden.

 

Die ORGEL stammt aus dem 19. Jh., der Erbauer ist leider nicht bekannt. Aus der Vorgängerorgel wurde der Spätrokoko-Prospekt verwendet, der vermutlich 1760/70 entstanden ist. Zu einem späteren Zeitpunkt erfolgte eine Erweiterung der Orgel um ein zweites Manual, sodass heute insgesamt zwölf Register vorhanden sind. Die letzte Überholung fand im Jahr 1972 durch die Firma Lötzerich (Ippinghausen) statt.

 

Die Disposition der Orgel ist folgende:

Hauptwerk (C-f‘‘‘): Prinzipal 8‘, Gedackt 8‘, Gambe 8‘, Oktave 4‘, Quinte 2 2/3 ‚, Oktave 2‘, Mixtur 3-fach.

Nebenwerk: Flöte 8‘, Salicional 8‘, Flöte 4‘

Pedal (C – c‘): Subbass 16‘, Violoncello 8‘, eine Manualkoppel, eine Pedalkoppel.

 

aus »Komm mal rüber ...!«

Tag der Kirchen im Wolfhager Land 2012

und »Klangreise 2002/03«

Ev. Kirchenkreis Wolfhagen

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© Günther Dreisbach