Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Evangelische Kirche Naumburg

Der Grundstein zum Kirchengebäude wurde im Jahr 1878 gelegt. Die Kirche ist im neugotischen Stil, unter großer Mithilfe des Gustav-Adolf Werkes und landeskirchlicher Sammlungen, erbaut. Wie die Kirchenchronik aufzeigt, lieh der reiche »Kirchenkasten« aus Balhorn einen Teil zu den Baukosten. Zinsen und Abtrag wurden durch Unterstützungen des Gustav-Adolf-Werkes bezahlt, so dass die Kirche 1896 schon schuldenfrei war.

Das erste Geläut bestand aus zwei Stahlglocken. Eine Glocke war eine Stiftung des Frauenvereins des Gustav-Adolf-Werkes in Kassel und des Frauenvereins der Stadt Grebenstein. Die andere Glocke war eine Liebesgabe der Frauenvereine Gudensberg, Hanau und Schmalkalden und trug den Namen »Concordia« zu Deutsch »Eintracht«. 1963 wurde dieses alte Stahlgockengeläut durch drei Bronzeglocken ersetzt.

 

Zuerst war die Kirche ohne Licht. Mit der Stromversorgung, die 1920 in der Stadt eingeführt wurde, bekam die Kirche Beleuchtung. Die Stadt hatte damals 800 Mark dafür bereitgestellt. Dass die Kirche ohne Heizung war, wurde im kalten Winter ein Problem. Um dem abzuhelfen, sammelte man sogar während des Ersten Weltkrieges. Die Beträge waren sehr klein, aber es waren echte Opfer, die überdies von verschiedenen Seiten kräftig aufgestockt wurden. Das Gustav-Adolf-Werk half auch diesmal mit einer Spende. Am Buß und Bettag 1916 konnte die Kirche zum ersten Mal beheizt werden. 1948 kamen dann die ersten Klagen. Bei jedem Anzünden des Ofens war die Kirche voller Rauch. Man baute einen Schornstein. 1953 wurde die Heizung auf Elektrizität umgestellt.

 

Dadurch dass die evangelische Gemeinde sich immer vergrößerte, wurde die Kirche bald zu klein und es wurden an den Bänken noch Schiebesitze angebracht. Eine zweite Empore wurde gebaut und die Orgel auf der oberen Empore untergebracht. Die letzte Renovierung, die 1979 zur 100-Jahrfeier der Kirche abgeschlossen war, gab Gelegenheit zu einigen Veränderungen. Die elektrische Fußbodenheizung wurde durch eine Bankheizung ersetzt, was erforderlich machte, die Zwischenräume zu erweitern und einige Bänke zu entfernen. Die 100 Jahrfeier vollzog sich im Rahmen einer Festwoche, bei der die katholische Gemeinde bei besonders großen Veranstaltungen ihre Kirche zur Verfügung stellte.

 

Die ORGEL wurde 1879 von der Firma Euler (Gottsbüren) erbaut. 1978 wurde die Orgelbaufirma Karl Lötzerich  (Ippinghausen) damit beauftragt, diese Orgel gründlich zu überholen. Heute besitzt die Orgel folgende Disposition:

Manual I: Prinzipal 8‘, Gedackt 8‘, Oktave 4‘, Flöte 4‘, Mixtur 3-fach.

Manual II: Gemshorn 8‘.

Pedal: Subbass 16‘.

aus »Komm mal rüber ...!«

Tag der Kirchen im Wolfhager Land 2012 und »Klangreise 2002/03«

Ev. Kirchenkreis Wolfhagen

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© Günther Dreisbach