Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Sankt Martinskirche Elbenberg

Die evangelische St. Martinskirche wurde im Jahr 1788 als barocker Saalbau errichtet und trat an die Stelle einer baufällig gewordenen älteren Kirche. Sie wurde an den romanischen Turm aus dem 13. Jahrhundert angebaut. Die doppelt gebrochene Haube des Turms stammt aus dem Jahr 1757, mit einer markanten Wetterfahne versehen. An den Außenwänden angelehnt stehen historische Grabsteine. Im Inneren der Kirche fällt eine barocke Kanzel aus Eichenholz ins Auge. An den Seiten sind alte Epitaphien des Meisters Andreas Herber aus Kassel enthalten, die noch aus dem Vorläuferbau der Kirche aus dem 16. Jahrhundert stammen. Hier ruhen Erben des alten Rittergeschlechts der Herren von Elben. Die Familie Buttlar hat noch heute das Patronatsrecht über die Kirche inne. Die Wappen der hessischen Ritterschaft hängen im Patronatsstuhl. Ein noch älterer Grabstein direkt darunter, für Johannes von Elben, enthält das Elbensche Wappen. Ein Martinsstein aus dem 15. Jahrhundert, dessen Relief auf dem heutigen Kirchensiegel dargestellt ist, erinnert an den alten Schutzheiligen der Kirche und damit an die Verbindung zum Erzbistum Mainz. Der Altar ist ein aus Sandstein gehauener Tisch aus demselben Jahr, in dem die Kirche gebaut wurde: 1788.

 

Die Kirche war früher mit einer Wehrmauer umgeben, von der noch die Westteile mit zwei Schießscharten erhalten sind. Der gesamte Kirchplatz ist als öffentliche Grünanlage gestaltet. Er diente bis 1870 als Friedhof.

 

Die Kirche besaß ab 1931 eine zweimanualige pneumatische ORGEL der Firma Conrad Euler (Hofgeismar), die zwölf Register besaß und mit den zahlreichen damals üblichen Spielhilfen ausgerüstet war, unter anderem sogar mit einer Crescendowalze. Da das Werk aber klanglich nicht sehr wertvoll war und auch technisch manches sehr aufwendig hätte restauriert werden müssen, entschloss sich die Gemeinde 1998 zu einem Neubau durch die Firma Noeske (Rotenburg). Diese Orgel gehört mit ihren beeindruckenden Holzarbeiten zu den optisch und auch akustisch schönsten Instrumenten unserer Gegend.

 

Sie hat folgende Disposition:

Manual I: Prinzipal 8‘, Rohrflöte 8‘, Octave 4‘, Spitzflöte 4‘, Quinte 2 2/3‘, Octave 2‘, Terz 1 3/5‘, Mixtur 3-5fach.

Manual II: Gedackt 8‘, Gambe 8‘, Holzflöte 4‘, Waldflöte 2‘, Trompete 8‘, Tremulant.

Pedal: Subbass 16‘, Octavbass 8‘, Octavbass 4‘, Posaune 16‘, drei Koppeln.

 

aus »Komm mal rüber ...!«

Tag der Kirchen im Wolfhager Land 2012

Ev. Kirchenkreis Wolfhagen

 

 

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© Günther Dreisbach