Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Dorfkirche Altenstädt

Eine Inschrift über dem Eingangsportal der Kirche vermerkt die Jahreszahl 1754. Nach totaler Baufälligkeit wurde die Altenstädter Kirche völlig abgerissen, wieder ganz neu aufgebaut und im genannten Jahr neu eingeweiht. Der Sandsteinaltar stammt aus dem Jahr 1763 und ist die Stiftung eines wohlhabenden Gönners zum Dank für den überstandenen Siebenjährigen Krieg. Nach 1956 wurden umfangreiche Umbauarbeiten im Innenraum vorgenommen: die Westempore wurde verbreitert und die Ostempore abgerissen, die Orgel von der Chorraumempore auf die rückwärtige Seite der Kirche an die Turmmauer versetzt. Durch diese Maßnahmen wurde eine erhebliche Aufhellung des Kirchenraumes mit Tageslicht erreicht. Am 31. August 2001 musste die Kirche wegen einer chemischen Belastungen der Raumluft erneut geschlossen und umgebaut werden. Der ehemalige Holzfußboden wurde durch Sandsteinplatten ersetzt, die Bänke erhielten einen etwas größeren Abstand, die Höhe des Kirchenbodens wurde mit der des Chorraums nivelliert. Dadurch wurde ein barrierefreier Zugang zum Altar für Abendmahlsgottesdienste auch für Menschen mit Gehbehinderung erreicht. Schließlich wurden in den vergrößerten Chorraum eine Rundbank sowie eine flexible Bestuhlung für Chöre und besondere Gottesdienste integriert. Am 16. Juni 2002 konnte die Kirche mit einem festlichen Gottesdienst und anschließendem Gemeindefest wieder eingeweiht werden.

 

In Altenstädt gibt es eine kleine Gemeinde der Selbstständig Evangelisch-lutherischen Kirche. Von den konfessionellen Auseinandersetzungen der Vergangenheit ist heute kaum noch etwas zu spüren. In der Umbauzeit der Kirche durfte die Kirchengemeinde 18-mal als Gast in der Kirche der SELK den Gottesdienst sowie zweimal mit der SELK einen gemeinsamen Gottesdienst feiern. Beide Gemeinden achten sich als Glaubensgeschwister in versöhnter Verschiedenheit. (Siehe auch Informationen auf der Seite »Balhorn«.)

 

Die historische ORGEL aus dem Jahr 1843 mit 14 Registern wurde nach starkem Holzwurmbefall 1956 abgebrochen und durch ein gebrauchtes Instrument aus Hüddingen ersetzt.

 

Unter Verwendung von altem Pfeifenmaterial wurde die Orgel 1956 von der Firma Bosch (Kassel) neu gebaut und besitzt insgesamt zehn Register. Im Manual sind es: Prinzipal 8‘, im Prospekt Gedackt 8‘, Octave, Rohrflöte 4‘, Nasard 2 2/3‘, Octave‘, Blockflöte 2‘, Mixtur 4fach und im Pedal Subbass 16‘ und Oktavbass 8‘ sowie eine Pedalkoppel. Der Spieltisch der Orgel ist an der rechten Seitenwand angebracht und erlaubt den Blick in den Altarraum. Spieltraktur und Registratur sind mechanisch und wurden 1996 durch die Firma Bruno Döring überarbeitet. Der Manualumfang reicht von C bis f‘‘‘ und der des Pedals von C bis c‘.

 

aus »Komm mal rüber ...!«

Tag der Kirchen im Wolfhager Land 2012

Ev. Kirchenkreis Wolfhagen

 

 

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© Günther Dreisbach