Bilder und Geistliche Texte
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Wochenspruch für diese Woche

Schlussstein »Zwei Posaune blasende Engel und Auferstehende«

Mit Jubelklang,
mit Instrumenten schön

Zwei Posaune blasende Engel und Auferstehende

 

Was hält das Gewölbe mitten im südlichen Seitenschiff? Zwei Engel, die zum jüngsten Gericht blasen und Auferstehende.

 

Während auf dem Schlussstein, auf dem Teufel die Verdammten in den Höllenrachen ziehen, die Engel ihre Posaunen etwas nach oben richten, gewissermaßen so, als wollten sie damit nicht all zu viel zu tun haben, haben sie sie jetzt gesenkt. Es ist, als hätten sie Anstrengedes zu leisten. Die Auferstehung naht. Aus den Gräbern heraus sollen sie förmlich geblasen werden, die Auferstehenden, die hier noch schlafend liegen. Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. (2 Thess 4,16) So schildern Paulus und seine Gefährten den Menschen in Thessalonich die Auferstehung. Ich weiß nicht, ob einer der beiden Engel ein Erzengel ist. Der mit dem roten Gewand könnte es wohl sein.

 

»Ich glaube an die Auferstehung der Toten«, so bekennen wir Sonntag für Sonntag unter diesem Schlussstein. Schon damals in der Nacht in Jerusalem hatte Jesus dem frommen Ratsherrn Nikodemus klar gemacht, dass er, Jesus, dazu in die Welt gekommen ist, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. (Joh 3,16) Die Welt soll durch Jesus gerettet werden.

 

Und die Musik! Ganz oft ist in der Offenbarung des Johannes die Rede von Posaunen. Und Johann Matthäus Meyfarth dichtet das vielleicht am schönsten: Wenn dann zuletzt / ich angelanget bin / im schönen Paradeis, / von höchster Freud / erfüllet wird der Sinn, / der Mund von Lob und Preis. / Das Halleluja reine / man spielt in Heiligkeit, / das Hosianna feine / ohn End in Ewigkeit // mit Jubelklang, / mit Instrumenten schön, / in Chören ohne Zahl, / dass von dem Schall / und von dem süßen Ton / sich regt der Freudensaal, / mit hunderttausend Zungen, / mit Stimmen noch viel mehr, / wie von Anfang gesungen / das große Himmelsheer. (EG 150, 6-7)

 

Ja, ich möchte gern dabei sein. Ich möchte das gern mitsingen können. Denn: Ich glaube an die Auferstehunjg der Tioten - und das ewige Leben.

 

 

 

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© Günther Dreisbach